Outtrigger (Test)

Aus SEGA-DC.DE
Outtriger
Outtriger cover pal s.jpg
Genre Action/Shooter
Erschienen Us.png 24.07.2001
Jp.png 02.08.2001
Eu.png 02.08.2001
Entwickler SEGA AM-2
Vertrieb SEGA
Online-Funktionen Ja
(nicht die PAL-Version)
Spieler 1
Kompatibel mit VMU, VGA-Box,
Vibration Pack
Mehr Infos Weitere Daten

Geschrieben von staR-Kron - Mit der Entwicklung von Doom, Quake und Co. hat id Software ein neues Genre definiert: den Ego-Shooter. Diese neuartige Form der Actionspiele mauserte sich in Windeseile zu einer der beliebtesten Spielrichtungen überhaupt. Auf die Konsolenwelt griff die Ego-Manie aber erst mit dem Erscheinen der PSOne und dem N64 über. Diese Spielmaschinen boten als erste genügend Power und ein geeignetes Pad für 3D-Action dieser Art.

Der endgültige Durchbruch gelang den Shootern mit dem Beginn der 128Bit-Ära. Segas Dreamcast bot nicht nur eine starke Hardware, leichtes Portieren von windowsbasierenden Games und Onlinegaming, sondern auch die so essentielle Combo aus Maus und Tastatur. Die erhoffte Flut an First-Person-Shootern blieb für DCler aber dennoch aus. Am Ende schafften es nur eine Hand voll Titel auf unseren Traumkasten und einer davon ist AM2‘s Outtrigger.

Gameplay

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Das Original Outtrigger erschien bereits 1999 in japanischen Spielhallen und ist 2001 für die Dreamcast umgesetzt worden. Die Herkunft merkt man dem Titel schon bei der Ausahl der Spielmodi an. Die gerade einmal drei Modi sind Arcade-, Mission- und Versusmodus.

Wie ihr sicherlich schon geahnt habt, bietet der Arcademodus haargenau das, was man schon in der Spielhalle erleben durfte: pure Action. Ihr wählt einen von vier Kursen und schießt euch durch die folgenden Mini-Missionen. Je nachdem, für was ihr euch entschieden habt, müsst ihr nur Kugeln ausweichen, unter Zeitdruck eine bestimmte Anzahl an Frags machen oder gegen einen besonders schweren Boss antreten. Habt ihr den Kurs erfolgreich abgeschlossen, bekommt ihr eine kurze Bewertung und den Abspann zu sehen.

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Im DC-exklusiven Mission-Mode ändert sich im Vergleich zum Arcadespiel leider nicht allzuviel. Erneut wählt ihr einen von drei Schwierigkeitsgraden. Dann sucht ihr euch eine von jeweils 15 Missionen aus (Mission 14 und 15 müssen erst freigespielt werden). Eure Aufgabe ist nun – wieder unter Zeitdruck – verschiedene Ziele zu erfüllen. Diese reichen u.a. von im Level verteilte Münzen (einige sind Fallen) zu sammeln über versteckte Minen zu finden und per gezieltem Schuss zu “entschärfen“ bis zum Personenbeschützen. Weitere Varianten wären (Team-) Deathmatches und bereits aus dem Arcademode bekannte Aufgaben. Die einzige wirkliche Motivation in diesem Modus sind die vielen freischaltbaren Boni. Erfolgreiche Zocker erspielen sich zum Beispiel neue Waffen, Charaktere und Levels.

Im dritten Modus, dem Versusmode, könnt ihr dann gegen bis zu drei Gegner in einem Deathmatch antreten. Die Gegner werden dabei wahlweise von der CPU oder von Freunden gesteuert. Zwar kein Spielmodus, aber dennoch erwähneswert, ist die Character Edit-Option. Hier könnt ihr eure Figur nach eigenem Geschmack umändern. So dürft ihr unter anderem Farbe und mitgeführte Waffen einstellen. Wer sich jetzt fragt, wo da die Story bleibt, dem sei gesagt, dass es wie schon bei Unreal Tournament und Quake 3 Arena eigentlich keine gibt. Es ist halt ein Arcadespiel und ein Ego-Shooter zugleich. In diesen Genres wird schon immer wenig bis gar kein Wert auf eine besondere Story gelegt.

Wer Outtrigger das erste mal spielt, wird sich aufgrund der Spielgeschwindigkeit gleich etwas an Quake 3 erinnert fühlen. Das Handling eurer Spielfigur geht dank vieler Steuerungsarten flott und unkompliziert von der Hand. Dies gilt sowohl für Padspieler als auch für diejenigen, die auf Maus&Keyboard schwören. Neben den Steuerungsarten könnt ihr auch noch zwischen First- und Third-Person-Ansicht wechseln.

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Der wohl gravierendste Unterschied zum Id-Spiel ist die Tatsache, dass ihr nur mit drei Waffen unterwegs sein könnt. Zu Beginn habt ihr jeweils eine schwere Waffe (Raketenwerfer etc.), ein Maschinengewehr und Handgranaten bzw. Minen. Während die Machinegun über einen unendlichen Vorrat an Munition verfügt, müsst ihr für die Heavy-Gun regelmäßig neue Muni einsammeln. Genauso wie die Muni sind auch verschiedene Zusatzwaffen und Power-Ups in den leider arg klein geratenen Levels zu finden. Unter den Zusatzwaffen findet ihr Flammenwerfer, Grenadelauncher, Sniperrifle und noch einiges mehr. Die Power-Ups findet ihr in Form von kugelsicheren Westen, Healthpacks, Sichtverstärker und Schadensverstärker. Wer sich also gezielt die richtigen Boni holt, hat schnell einen kleinen Vorteil.

Obwohl es etwa ein Dutzend verschiedene Charaktere mit unterschiedlicher Ausrüstung und Eigenschaften gibt, halten sich die Unterschiede im Gameplay eher in Grenzen. Die meiste Zeit werdet ihr sicher mit der Heavy Gun verbringen. Durch den relativ hohen Schaden und eine annehmbare Schussrate lassen sich damit am ehesten Punkte erzielen. Die Machinegun sollte man lieber gegen angeschlagene Gegner oder in Verbindung mit dem Schadensverstärker einsetzen. Granaten und Minen lassen sich natürlich hervorragend für Defensivtaktiken und zum Aufreiben von Gegnergruppen nutzen. Der Nutzen der Bonuswaffen schwankt je nach Level und Art der Waffe. Durch die meist ziemlich kleinen Levels ist das Scharfschützengewehr leider recht nutzlos. Flammen- und Plasmawerfer hingegen sind eine gute Alternative zur Standartausrüstung.

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Ärgerlich: In der PAL-Version wurde der Online-Modus herausgenommen. Zocker auf anderen Erdteilen konnten sich zu sechst online duellieren.

Grafik

In technischer Hinsicht kann man guten Gewissens behaupten dass AM2 ordentlich am Grafikthron des Genres wackelt. Wenn man mal über die enttäuschende Größe der Maps hinwegsieht, kann man einiges an Eye-Candy entdecken. Realistische und saubere Texturen, nette Architektur (Lichtspielereien, Wasser- & Spiegeleffekte) und hübsche Spezialeffekte (der Flammenwerfer sieht echt heiß aus) müssen sich vor UT und Q3A nicht verstecken. Die verschiedenen Charaktere sind interessant und detailreich designt sowie gut animiert worden und eure Schiessprügel sind genauso einfalls- und polygonreich in Szene gesetzt.

Sound

Zu guter Letzt bleibt noch ein Wort zum Sound. Die Hintergrundmusik ist meiner Meinung nach sehr gut und vor Allem besser als die der Konkurrenz geworden. Trotz des recht actionlastigen Gameplays erzeugt sie ein nettes Agentenflair und erinnert vom Stil her an einige andere SEGA-Musiken. Lauf- und Schussgeräusche sind relativ unspektakulär, bekommen ihren Job aber hin.

Fazit

Outtrigger bietet ordentliche Ego-Action in Verbindung mit einem neuen Waffensystem und typischem Sega-Arcade-Gameplay. Die viel zu kleinen Maps und der sehr knappe Umfang (Normalos haben an einem Wochenende alles gesehen) ziehen den Spielspaß jedoch unnötig nach unten. Wer etwas Abwechslung von Q3A und UT haben will und gerne mit Freunden zockt, der findet mit Outtrigger eine brauchbare Alternative.


Grafik Bewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgKeinebewertung.jpgKeinebewertung.jpg
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Sound Bewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkthalb.jpgKeinebewertunghalb.jpgKeinebewertung.jpgKeinebewertung.jpg
Gameplay Bewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkthalb.jpgKeinebewertunghalb.jpgKeinebewertung.jpgKeinebewertung.jpg