Space Channel 5 (Test)

Space Channel 5 (Test)

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Geschrieben von jo!ghurt - Die Mutter Erde hat die Zukunft schon hinter sich und der schräge Look ist wieder in. Unser Planet lebt zufrieden im Universum, bis er eines Tages von Aliens bedroht wird. Die kleinen Gestalten, Teletubbie-ähnlich, wollen die Herrschaft übernehmen und lassen die Menschen in einem Tanztrance verfallen. Nur durch Hilfe von Menschen, die gegen die Aliens tanzen, um die Unterworfenen so zu befreien, kann die Menschheit gerettet werden.

Dem Sender Space Channel 5 geht es schlecht. Man braucht die Einschaltquoten und so wird Ulala, eine junge Moderatorin mit grellen, flippigen Klamotten, rosa-grellen Haaren und riesigen Plateau-Schuhen zu den Schauplätzen geordert. Dort muss sie sich durch Nachahmen von stylischen Tanzbewegungen, die die Aliens von sich geben, behaupten. Die Idee – brilliant und bizarre zugleich – lässt entweder Menschen ihre Herzen höher schlagen oder einen großen Abstand nehmen.

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Und schon stehen die Aliens vor mir und performen eine Choreographie, welche am Anfang noch sehr leicht zu sein scheint. Nachdem deren Melodie ausgeklungen ist, bin ich an der Reihe. Ich muss im gleichen Rhythmus die Kommandos auf den 6 Tasten wiedergeben. Sie geben vor: Left, right, left-right-chu. Ich erwidere: Left, right, left-right-chu. Sie meinen: Right, right, right-left. Ich darauf: Right, right, left-left. Damn. Bei einem Fehler geht ein Herz verloren. Ab einer bestimmten Anzahl dieser Verluste kann ich den armen Menschen vor mir nicht mehr helfen und musst zu den nächsten Opfern hintraben. Die Tasten sind klar aufgeteilt. Die vier Himmelrichtungen werden durch das Steuerkreuz bedient. Die Taste A dient dazu, meine Laserknarre zu betätigen, welche die Aliens verschwinden lässt. Mit einem Schuss aus Taste B rette ich Passanten, die verzweifelt hinter den Außerirdischen herumtanzen. Es ertönt „chin“, die Erretteten schließen sich mir an und tanzen im Hintergrund mit. Meine Backroundtänzer. Alle grooven, ich bin voll dabei. Ich fühle mich wie Detlef D! Soost, der Erfolg liegt in meinen Beinen, werde inzwischen gefolgt von einer 20-köpfigen Tanzcrew aus Passanten. Die Einschaltquoten steigen, ich (Ulala) bin eine Starmoderation. Es läuft: dumdidumdidum-hey! Am Ende jedes Levels muss ich gegen einen Endboss kämpfen, der sich in Sachen Tanzbewegung von den eigentlichen Tanzbewegungen und Melodien distanziert und so mehr Herausforderungen bringt. Der Schwierigkeitsgrad steigt. Von Tanz zu Tanz, von Level zu Level. Ulala tanzt bis zur Erschöpfung. Zwischendurch begegnet man der Konkurrenz, zum Beispiel einer Pudding (das ist ihr Name) des Senders Channel 42. Im harten Showbusiness kämpft man schließlich um jeden einzigen Marktanteilprozent der Zielgruppe und so muss ich mich auch mit verfeindeten Moderatoren aus anderen Kanälen auseinander setzen. Ich tanze sie zu Grund und Boden. Du hast es drauf, Baby. Ein Schauplatz folgt dem anderen und ich durchquere viele Szenarien. Meine Auge erblindet fast an den schrillen Farben. Umso besser ich tanze, umso weiter steigen die Einschaltquoten. Bei Fehltritten das Gegenteil. Bloß nicht aufhören jetzt. Motivation pur. Die Zukunft des Senders und damit meine steht auf dem Spiel.

Grafik

An Ulala wurde an Sachen Detailreichtum und Grafik nicht gespart und ihre Tanzbewegungen wirken sehr flüssig. Ulala ist kult. Ulala ist hot. Auch ihre Kostüme entzücken immer, egal ob sexy Mini-Rock in Orange oder ein langes weißes Kleid. An den Aliens, die ja die Erde „bedrohen“, ist auch nichts zu meckern. Kitschig, niedlich, grell, anders. Aber was ging bei der Evolution der Menschheit schief? Den zum Tanzen gezwungenen Opfern mangelt es am Detail. Vielleicht hat das einen evolutionsbedingten Hintergrund und die Entwickler sind Freaks der Wissenschaft. Entwickeln wir uns wie gesehen, haben wir in der Zukunft keine Rundungen mehr, sind stattdessen komplett eckig und werfen keinen Schatten. Whatever. Es ist noch ganz okay. Die Schauplätze sind in einem befriedigenden Design, ein wenig mehr Detailreichtum hätte bestimmt auch hier nicht geschadet. Cool sind sie dennoch. Resümierend ist die Grafik als durchaus gut und für diese Art von Spiel mehr als angemessen zu bezeichnen. Es ist grell, es ist schrill, es ist ulala.

Sound

Der Sound besteht zwar nur aus swingenden Dance-Melodien, was nicht jeden Geschmack treffen wird, aber hier exzellent zum Spiel abgestimmt wurde. Der Sound ist funky, er passt. Erleichtert wird der Tanz übrigens durch die niedliche Sprache, die Aliens bei ihren Bewegungen sprechen: "Left, right, left, right, chu, chu, chu...“

Fazit

Nach einer langen Gewöhnungszeit - schließlich muss gelernt sein, Menschen zu retten und nicht fälschlicher Weise abzuschießen - hat mir dieses Spiel echt gut gefallen. Die knallbunte Grafik, der Sound, dieses gewisse Etwas, wofür der Hersteller SEGA einen Namen hat, hat mich überzeugt und mir das Beiseitelegen des Controllers sichtlich erschwert. Leider fehlt ein 2-Spieler-Modus und so ist es die Motivation nach dem ersten Durchspielen, obwohl man dann das Spiel eine Stufe schwieriger spielen könnte, wie weggeblasen. Wer über Mini-Macken in der Grafik hinwegsieht, der findet viel Spaß an dem Konzept und natürlich an Ulala. Für Menschen mit Rhythmusgefühl und einer Kitsch-Zuneigung sowie für Michael Jackson-Fans.


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Gameplay Bewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkt.jpgBewertungspunkthalb.jpgKeinebewertunghalb.jpgKeinebewertung.jpg