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Blick in die Dreamcast-Entwickler-Szene


Spielenachschub auch im Jahre 2006.
Under Defeat (Japan)

Es ist das Jahr 2006 und die erste 128-Bit-Konsole der Welt ist nun seit gut 2 Jahren offiziell tot. Doch während die Spiele-Industrie – bis auf wenige Ausnahmen aus Japan - unsere Konsole schon lange vergessen hat, gewinnt der Dreamcast bei Hobbyentwicklern immer mehr und mehr Freunde.Es gibt mittlerweile unzählige kleine Teams von kreativen Leuten die ihre gesamte Freizeit opfern um für den DC neue Software aus dem Boden zu stampfen. Durch die steigende Anzahl von Webseiten welche sich ausschließlich dem Thema Dreamcastentwicklung widmen, verfügen eingefleischte Profis und dem DC zugeneigte Neulinge auch gleich über eine hervorragende Möglichkeit um Wissen und Erfahrungen auszutauschen.
Und was habe ich davon ?
Was Sony noch zum Start seiner Konsole groß angekündigt und bis heute nicht geschafft hat, ist für DC-Besitzer schon längst Realität geworden. Mit Hilfe von Freewareprogrammen ist es heute möglich euren Kringelkasten zu einer voll funktionsfähigen Multimediamaschine zu erweitern. Ob nun Filme ansehen, Musik in den unterschiedlichsten Formaten hören oder euren Freunden Bilder aus dem letzten Urlaub vorführen – all dies ist für unseren 128-Bit‘er kein Problem. Wer jetzt seine neueste DVD auf dem DC erleben will der hat jedoch etwas Arbeit vor sich. Anders als PS2 und X-Box besitzt unser Kasten bekanntlich ein GD-Laufwerk und keines für DVD‘s. Daher müsst ihr eure Filme erstmal umwandeln und auf einen gewöhnlichen CD-Rohling packen. Habt ihr das geschafft und die passende Software besorgt steht dem Filmvergnügen nichts mehr im Weg.

Doch nicht nur Multimedia-Programme werden entwickelt auch richtige Spiele könnt ihr euch (meist) umsonst aus dem Netz saugen. Das wohl beste Beispiel für die immer bessere Qualität der Heim-Produktionen ist Beats of Rage. Dieses Sidescroll-Beat‘em Up vom Senile-Team besticht durch tolle 2D-Grafiken, klassisches Gameplay und eine geniale Musikuntermalung. Der Bemani-Titel Feet of Fury wird sogar komplett mit Hülle, Cover und Co. von asiatischen Onlineshops verkauft. Wer es lieber etwas rabiater und vor allem in 3D mag, der wird an den Freeware-Portierungen von Id-Spielen wie Quake und Doom seine Freude haben.

Wie geht denn sowas?
Microsoft‘s Betriebssystem Windows ist weltweit bekannt und für PCler (bis auf die wenigen Linux-Benutzer) unverzichtbar geworden. Genau aus diesem Grund hatte sich Sega bei der Entwicklung seiner Konsole auch der Hilfe von Microsoft bedient. Dabei rausgekommen ist die Kompatibilität des Dreamcast zu Windows CE. Durch diese Nähe zur Windowsfamilie sind Portierungen von PC-Software sehr leicht geworden. Wer also über Erfahrung mit gängigen Programmiersprachen verfügt, kann mit viel Zeit, Ehrgeiz und dem nötigen Zubehör eigene Dreamcastsoftware erschaffen. Unerlässliches Zubehör für DC-Dever (Abk. für Dreamcast Developer) sind unter anderem ein PC, die Dreamcast Tastatur und ein DC der in der Lage ist (nicht alle sind das) CD-R‘s zu lesen. Darüber hinaus könnte sich auch das Coders-Cable als nützlich erweisen. Selbstverständlich müsst ihr auch der englischen Sprache mächtig sein. Weitere Info‘s findet ihr natürlich im Forum.


www.dcemulation.org
www.dcevo.com
www.dcemu.co.uk
www.dreamcast-scene.com
www.dcarena.de

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