Indie-Game „In the Line of Fire“ offiziell vorgestellt

Bereits im März diesen Jahres tauchten auf Dreamcast-Junkyard erste Infos zu einem neuen Indie-Projekt für den Dreamcast auf, das zwar noch ganz früh in der Entwicklung steckte, aber schon mit einer überraschend hochwertig wirkenden 3D-Engine aufwarten konnte. Nun hat Militia Studio das Projekt offiziell als „In the Line of Fire“ angekündigt und verraten, dass man das Projekt zukünftig gerne mit Hilfe von Crowdfunding finanzieren und entsprechend aufwerten würde.

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Bei dem Spiel handelt es sich offenbar um einen Ego-Shooter, der in der realen Welt angesiedelt ist und spektakuläre Banküberfälle thematisiert. Im Gegensatz zu Spielen wie Payday seid ihr jedoch auf der Seite des Gesetzes und müsst die Räuber aufhalten. In einer ersten spielbaren Demo arbeitet man sich mit einer Pistole bewaffnet zum Tresorraum vor und verfolgt die Diebe schließlich aufs Dach. Im Kern soll es sich so spielen, wie man es bereits von den altbekannten Dreamcast-Shootern gewohnt ist, aber auch neue Features sollen den Weg ins Spiel finden. So gibt es in der Demo auch eine Möglichkeit, über eine Art Überwachungskamera Widersacher zu markieren, um sie anschließend in einer automatisch ablaufenden Sequenz auszuschalten.

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Spielerisch ist die Demo jedoch noch weit von der Qualität entfernt, die man von einem kommerziellen Projekt erwarten würde. Die KI wäre selbst für ein Spiel aus den späten 90ern unterirdisch, die Animationen sind noch unfertig und das Handling ist mehr als hakelig. Die selbst geschriebene 3D-Engine macht hingegen bereits einen guten Eindruck und zählt zweifellos schon jetzt zum Besten was die Homebrew-Szene je auf den Bildschirm gezaubert hat. Der Detailgrad der Charaktermodelle und Texturen ist vergleichsweise hoch, auch wenn sich über das Design streiten lässt. Selbst ein Splitscreen-Modus ist bereits in Arbeit.

Ob nun ausgerechnet ein etwas generisch wirkender Shooter genau das ist, was dem Dreamcast noch gefehlt hat, sei mal dahingestellt, aber „In the Line of Fire“ gehört ohne Frage zu den ambitioniertesten Indie-Projekten für den Dreamcast. Wenn man jedoch wie angekündigt auf Kickstarter demnächst mindestens 45.000 US Dollar einsammeln möchte, dann muss sich bis zum (bislang noch nicht angekündigten) Start der Kampagne noch einiges tun.

Über Poly

Poly, im echten Leben bekannt als Roberto, ist bereits seit 2004 bei SEGA-DC.DE. Daneben bloggt er seit 2012 unter Polygonien.de über Videospiele und mehr. Früher war Roberto auch als staR-Kron unterwegs.
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